Das Hobby zum Beruf machen - Vollzeit-Künstler

Als Künstler erfolgreich werden:

Wer träumt nicht davon, sein eigenes Business zu gründen, das Hobby zum Beruf zu machen und den ganzen Tag nichts anderes zu tun?
Nur noch Dinge tun, die einem Spaß bringen, sich von niemandem etwas sagen zu lassen und vor allem für Nachteulen wie mich ein wichtiger Punkt: Nicht gegen

seinen Biorythmus zu arbeiten?

Natürlich stellte auch ich mir mehr als oft vor, wie das wäre!

Wahrscheinlich kennt es jeder Künstler oder kreative Kopf:

Die Ideen sprudeln nur so und ein Tag ist viel zu schnell vorbei. Neben Hauptjob, Familie und Haushalt bleibt kaum genug Zeit, all diese tollen Ideen in die Tat umzusetzen. In den letzten Monaten, in denen wir zusätzlich zu allem oben genannten auch noch unsere wundervolle Hochzeitsfeier geplant und umgesetzt haben, musste ich oft feststellen, dass 24-Stunden viel zu wenig ist und wie es wohl wäre, wenn ich mich mal ausschließlich meiner Kunst widmen könnte. Wäre ich wirklich produktiver? Oder benutzte ich Job, Haushalt und Co. mitunter als Ausrede für mangelnde Disziplin, an meinen Sachen zu arbeiten? Ich denke zum Teil ist das auch ein Punkt, ein kreatives Tief lässt sich so halt leichter verstecken, aber dass Job, Haushalt und Hochzeitsplanung viel Zeit in Anspruch nehmen ist auch Fakt.

Warum sitze ich nun hier mit all diesen Gedanken, fragt ihr euch?

Nun, durch einen Jobwechsel und Resturlaubsansprüche habe ich doch nun tatsächlich die Möglichkeit bekommen,

4 Wochen Vollzeit-Künstlersein auszuprobieren! Spannend!

Gar nicht so einfach, morgens auch wirklich loszulegen. So ein Tag Zuhause fühlt sich nämlich erstmal an wie ein freier Tag!

Bei einer Tasse Kaffe werden also erstmal Ideen geordnet und ein grober Plan geschrieben. Statt ein oder 2 kleinen Bildern,

die sonst immer so nebenbei entstanden sind, liegen nun 4 riesige Leinwände in meinem Arbeitszimmer verteilt, die es alle parallel weiterzubearbeiten gilt. Zwei müssen ein weiteres Mal grundiert werden, bei einem folgt die nächste Schicht Resin und eine dritte bekommt Strukturpaste verpasst. Diesmal sind es auch keine Auftragsarbeiten oder das, was man halt so "produziert" für den Verkauf, sondern das erste Mal wirklich Bilder für mich. Bilder, die mich an meine Grenzen und hoffentlich darüber hinaus bringen. Bilder, an denen man wächst. Zwei Wochen als Vollzeit-Künstlerin sind bald um und ich bin gefühlt gerade erst richtig reingekommen. Langsam wird mir erst bewusst, was es bedeutet, was nötig ist, wie man sich am besten strukturiert, wie man sich Arbeit und Freizeit einteilt. Bis zum Ende des Monats habe ich noch und das werde ich so gut es geht auskosten.

Wer weiß, was sich hier noch entwickelt und welche Ideen mir noch kommen. Zeit, sie in die Tat umzusetzen, habe ich ja jetzt.

 

Foto: Oliver Reetz

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